Kreatin-Monohydrat ist die mit Abstand am besten untersuchte und günstigste Form. Fast alle Studien zu Kraft und Muskelmasse nutzen sie. Teurere Formen wie HCl, gepuffertes Kreatin oder Ethylester zeigten in direkten Vergleichen keinen Vorteil; Ethylester schnitt sogar schlechter ab. Salze wie Citrat, Malat oder Pyruvat liefern pro Gramm weniger Kreatin.
Bioverfügbarkeit heißt: wie viel des eingenommenen Stoffs tatsächlich im Körper ankommt. Der Kreatinanteil gibt an, wie viel des eigentlichen Wirkstoffs in der Verbindung steckt. Achte auf der Packung auf diese Menge, nicht auf das Gewicht der ganzen Verbindung.
Kreatin-Monohydrat
Bioverfügbarkeit gut
Kreatinanteil ca. 88 %
Wird nahezu vollständig aufgenommen. Referenzform fast aller Studien. Mikronisiertes Pulver löst sich besser, wirkt aber gleich.
Empfehlung: Erste Wahl. Auf Reinheit achten, z. B. Creapure oder geprüfte Laborwerte.
Kreatin-HCl
Bioverfügbarkeit gut
Kreatinanteil ca. 78 %
Löst sich besser in Wasser. Die Behauptung, man brauche viel weniger davon, ist nicht durch Studien belegt.
Empfehlung: Nur sinnvoll, wenn Monohydrat Magenprobleme macht.
Kre-Alkalyn (gepuffert)
Bioverfügbarkeit gut
Kreatinanteil ca. 88 %
Soll im Magen stabiler sein. Eine Vergleichsstudie fand weder mehr Kreatin im Muskel noch mehr Kraft als mit Monohydrat.
Empfehlung: Kein Vorteil, aber deutlich teurer.
Kreatinethylester
Bioverfügbarkeit gering
Kreatinanteil ca. 82 %
Zerfällt im Körper zu einem großen Teil zu Kreatinin, dem Abbauprodukt. Erhöhte den Kreatingehalt im Muskel in Studien weniger als Monohydrat.
Empfehlung: Meiden.
Kreatincitrat
Bioverfügbarkeit gut
Kreatinanteil ca. 40 %
Gut löslich, liefert aber weniger als die Hälfte Kreatin pro Gramm.
Empfehlung: Kein Vorteil; man braucht mehr Pulver für dieselbe Menge.
Kreatinmalat
Bioverfügbarkeit gut
Kreatinanteil ca. 75 %
Verbindung mit Äpfelsäure. Kaum eigene Studien.
Empfehlung: Kein belegter Vorteil.
Kreatinnitrat
Bioverfügbarkeit gut
Kreatinanteil ca. 66 %
Kombiniert Kreatin mit Nitrat. Wenige kleine Studien, kein klarer Vorteil gegenüber Monohydrat.
Empfehlung: Wer Nitrat möchte, nimmt besser Rote-Bete-Saft separat.
Kreatinpyruvat
Bioverfügbarkeit gut
Kreatinanteil ca. 60 %
Erreicht ähnliche Blutspiegel, liefert aber weniger Kreatin pro Gramm.
Empfehlung: Kein Vorteil.
Kreatin-Magnesium-Chelat
Bioverfügbarkeit gut
An Magnesium gebunden. Eine kleine Studie fand ähnliche Effekte wie Monohydrat.
Empfehlung: Kein belegter Vorteil.
Kreatin + Beta-Alanin (Kombination)
Bioverfügbarkeit gut
Mischung zweier Wirkstoffe mit unterschiedlicher Wirkung: Kreatin für Kraft, Beta-Alanin für Belastungen von 1 bis 4 Minuten.
Empfehlung: Nur sinnvoll, wenn man beides braucht; einzeln lässt es sich besser dosieren.